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Leder-Lexikon
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Straußenleder

Straußenleder – Ein unverwechselbares Leder

Das Leder vom Strauß zeichnet sich durch seine Weiche aus und wird meist zu Glattleder verarbeitet. Das genoppte Narbenbild ist charakteristisch für das Straußenleder und verleiht ihm ein unverwechselbares Aussehen. Dort, wo die Noppen zu sehen sind, waren vormals die Federn eingeschlossen. Dadurch, dass die Noppen nicht auf der ganzen Haut gleichmäßig verteilt sind, muss beim Zuschnitt darauf geachtet werden, die Symmetrie zu wahren. Außerdem muss ein höheres Maß an Verschnitt einberechnet werden. Das wertvolle Leder wird oft zu Taschen oder Portemonnaies verarbeitet, gelegentlich auch zu Schuhen. Beim Vogel Strauß kann die Haut vom Körper verarbeitet werden, aber auch die Haut der Beine und Füße wird verwendet.

Straußenprodukte erfreuen sich großer Beliebtheit

Die Haut des Vogels Strauß wird seit Jahrtausenden zu Leder verwendet und war schon im alten Rom ein beliebter Werkstoff, der beispielsweise zu Brustpanzern für Soldaten verarbeitet wurde. Bis heute ist Straußenleder aufgrund seiner Weichheit und gleichzeitiger Strapazierfähigkeit äußerst beliebt. Daher finden sich auch immer wieder Fälschungen auf dem Markt, die man aber leicht daran erkennen lassen, dass die charakteristischen Noppen auf der Oberfläche beim Dehnen nahezu vollständig verschwinden. Die große Beliebtheit von Produkten aus Straußenfedern und -leder führte dazu, dass der Vogel heute in vielen Gebieten als ausgerottet gilt. Ursprünglich auch in Westasien beheimatet, findet man ihn heute nur noch in Afrika in den Gebieten südlich der Sahara. Heutzutage erhältliche Straußenprodukte stammen aus Zuchtfarmen in Afrika, Asien und den USA, aber auch hierzulande finden sich immer mehr Straußenhöfe, die von der Haut, den Eiern und dem Fleisch bis hin zu den Federn alle Teile des Vogels verarbeiten.

Eigenschaften und Fertigung von Straußenleder

Straußenleder zeichnet sich wie angedeutet durch seine besondere Weichheit aus, ist aber dennoch sehr fest und robust. Zudem ist es atmungsaktiv und eignet sich daher gut zur Herstellung von Schuhen. Die charakteristischen kreisrunden Noppen auf der Oberfläche dienten dem Vogel als Federhalterung und sind vor allem auf der Rückenpartie zu finden, weshalb in erster Linie diese zur Ledergewinnung genutzt wird. Im Allgemeinen wird die Straußenhaut als Glattleder verarbeitet und nur wenig zugerichtet. Meistens entstehen daraus Anilin- oder Semianilinleder. Auf dem Markt findet man das Leder oft in einer semi-matt polierten Variante, aber auch Hochglanz- und Metalleffektvarianten sind möglich. Straußenleder kann in fast allen Farben gefärbt werden. Es wird häufig mineralisch- oder synthetisch-, seltener vegetabil gegerbt.

Straußenleder richtig aufbewahren

Da es sich bei Straußenleder um ein sehr wertvolles Leder handelt, sollte man bei seiner Aufbewahrung einige Dinge beachten. Um die Weichheit und Geschmeidigkeit zu erhalten, muss die Luftfeuchtigkeit am Aufbewahrungsort stimmen. Das Leder sollte daher in gut belüfteten Räumen bei einer Temperatur von 5 – 15 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 – 70 % gelagert werden. Wie bei den meisten Lederarten sollte auch hier direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, da es sonst zu Farbveränderungen und zur Austrocknung des Materials kommen kann.