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Leder-Lexikon
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Naturnarbe

Naturnarbe – die besonderen fehlerfreien Häute

Ist auf der Oberfläche eines Glattleders die tatsächliche Narbung der Haut erkennbar, so wird dies als Naturnarbe bezeichnet. Das Ergebnis eines Pressvorgangs in der Gerberei ist ein gleichmäßiges Narbenbild. Vor allem für Autoleder und Möbelleder ist dieser Vorgang von Bedeutung. Durch den Pressvorgang werden kleine Fehler in der Oberfläche des Leders versteckt und die Flächenausbeute steigt. Haben Leder eine Naturnarbe, weisen sie kein einheitliches Narbenbild auf. Auch die einzelnen Häute einer Tierart sind in ihrem Narbenbild unterschiedlich. Kunden wünschen jedoch meist eine symmetrische Optik (Beispiel: Sitzflächen eines Autositzes oder Möbelgarnitur). Deshalb ist es zum Teil sehr schwierig, eine komplette Autoinnenausstattung oder eine Möbelgarnitur mit einer Naturnarbe passend zuzuschneiden. Bei geprägten Ledern entfällt dieses Problem. Da der Pressvorgang bei Prägeledern kleine Fehler verstecken kann, sind Prägeleder in der Regel preiswerter. Die Frage, ob ein Geprägtes Leder qualitativ schlechter ist als ein Leder mit Naturnarbe, lässt sich nicht einfach beantworten. Für den Endverbraucher sind letztlich keine Qualitätsunterschiede feststellbar. Somit sind Reklamationen der Prägung des Leders nicht typisch. Um Leder mit einer Naturnarbe zu verwenden müssen die Häute fehlerfrei, ohne Verletzungen und ohne krankheitsbedingte Hautschäden sein. Die meisten Häute weisen diese Eigenschaften jedoch nicht auf. Somit ist die Menge fehlerfreier Häute sehr gering, weshalb sie um einiges teurer sind.