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Leder-Lexikon
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Möbelleder

Möbelleder - Qualitätsunterschiede der Lederarten

Für Polstermöbel wird hauptsächlich Rindsleder verarbeitet, nur selten Schafsleder. Möbel aus Schafsleder erhalten Kunden meistens nur bei kleineren Nischenanbietern im Internet. Nach einer statistischen Umfrage sind ungefähr 30%-50% aller verkauften Polstermöbel mit einer Lederhaut bezogen. Dabei können für eine große Möbelgarnitur sechs bis sieben Tierhäute verbraucht werden. In der Möbelindustrie gibt es kein einheitliches Möbelleder, sondern sehr viele unterschiedliche Arten von Leder. Die verschiedenen Lederarten differenzieren sich durch Preisklassen, Gerbverfahren, Herstellungs- und Färbverfahren. Sämtliche Materialien werden daher verarbeitet. Sowohl Kunstleder als auch hochwertige Anilinleder und beschichtete Spaltleder. In jedem Bereich gibt es Qualitätsunterschiede und diese existieren auch bei Ledermöbel. Um die unterschiedlichen Qualitäten von Leder besser zu verstehen und zu erkennen, folgt nun ein Überblick über verschiedenen Arten von Leder und deren verbundene mögliche Vor- und Nachteile. Im Möbelbereich werden folgende Lederarten am häufigsten verarbeitet: - Anilinleder das durchgefärbt wurde - Antikleder - Büffelleder - Glattleder mit einer Farbschicht - Fettleder - Pull-Up-Leder - PU-Leder, folienbeschichtete Spaltleder - Rauleder (Nubuk-Büffelleder) Glattleder mit einer Farbschicht sind sehr leicht zu pflegen und auch bei ersten Flecken oder Gebrauchsspuren unkompliziert zu behandeln. Sämtliche Lederprobleme sind leicht und einfach zu lösen, bis auf Brandlöcher oder Ausbleichungen im Leder. Allgemein sind hellere Leder schwieriger zu handhaben als dunklere. Daher sollten Haushalte mit Kindern oder Haustieren eher dunkle Ledervarianten wählen. Sollten Fettflecke auf die Ledercouch gelangen, so sind diese unproblematisch, da das Leder keine Fette aufnimmt. Die Farbschicht auf dem Leder schütz vor großflächigem Ausbleichen. Anilinleder oder auch offenporige Glattleder sind empfindlicher als normale farbbeschichtete Glattleder. Laut Hersteller sind diese immer imprägniert, doch die Lederimprägnierung hält nicht vollständig über einen langen Zeitraum an. Die Imprägnierung reibt sich in den Kontaktflächen ab und das Leder wird so sehr anfällig für Flecken und UV-Licht. Diese Flecken sind dann schwierig zu entfernen, da sie ins Leder einziehen und sich auch mit Reiniger kaum entfernen lassen. Der positive Punkt an diesem Leder ist die Wärmeverteilung mit Hautkontakt. Das Anilinleder fühlt sich nicht kühl an. Beim Kauf von Anilinleder sollte eher ein dunkles Leder wie dunkelrot, dunkelgrün, dunkelblau oder dunkelbraun gewählt werden. Das offene und angeschliffene Rauleder wie Nubuk, Büffel- oder Velourleder ist meistens am empfindlichsten. Ausbleichungen, Flecken oder Speckigwerden sind alltägliche Lederprobleme. Die Nachfärbe- und Reinigungsmöglichkeit ist in bei diesem Leder stark eingeschränkt oder nicht möglich. Seit einigen Jahren steigt immer mehr die Nachfrage nach Lederarten wie Bycast-Leder, PU-Leder, Pull-Up-Leder oder Sattelleder. Zum Teil sind diese Lederarten Fettleder oder PU-beschichtete Spaltleder. Dieses Leder ist jedoch nicht zu empfehlen. Nach kurzer Gebrauchszeit häufen sich die Reklamationen und Probleme. Des Weiteren sind diese Leder, aufgrund ihrer Beschichtung, gering atmungsaktiv und man schwitzt auf diesen Ledermöbeln sehr schnell. Die Stärke und Dicke des Leders hat gegenüber der Elastizität der Unterpolsterung einen weiteren Einfluss auf die Entstehung von Beulen, Falten und Sitzmulden. Ist das Leder eher dünner, werden Falten und Beulen früher und leichter entstehen als bei dickerem Leder. Möbelleder verlieren an Wert, wenn die Optik durch Verbleichungen, Trockenbrüchen, Flecken oder Abriebspuren zerstört wird. Anschließend reißt das Leder. Als ein sehr reißfestes Leder wird ist das Rindsleder klassifiziert. Spaltleder hingegen reiß sehr leicht ein. Daher sollte auch beim Kauf auf die Wahl zwischen dünnem und dickem Leder geachtet werden. Beim Kauf von Möbelleder ist die derzeitige Beratung oftmals dürftig und nicht ausreichend. Die verschiedenen Lederarten und die damit verbundenen Probleme kennen nur die wenigsten Verkäufer. Eine Teilschuld tragen dabei alle Hersteller, die ihre Ledervarianten als unempfindlich klassifizieren und empfehlen, das Leder nur mit einem feuchten Tuch leicht zu reinigen. Das hat zur Folge, dass die Leder vollständig als problemlos angepriesen werden und erst nach der Reklamationszeit Probleme verursachen und die Käufer enttäuscht sind. In Deutschland beträgt die Gewährleistungszeit zwei Jahren. Nur sehr wenige Hersteller werden nach dieser Zeit Hilfe bei Lederproblemen leisten. Aus diesem Grund muss die Produktwahl sehr gut durchdacht werden. Für Möbelleder existieren auch Normen: Fettempfindlichkeit, Pflegeleichtigkeit und UV-Empfindlichkeit. Diese werden vom Verband der Hersteller festgelegt und sind daher nicht streng. Ledermöbel sollten in einem langjährigen Möbelhandel vor Ort erworben werden. In diesem Möbelhandel erhalten Sie einen besseren und hilfsbereiteren Kundendienst. Käufe im Internet sind eher abzuraten, vor allem wenn nur eine Telefonnummer und keine Anschrift existiert. Die Preise im Internet sind oftmals sehr günstig und der Kaufreiz ist dadurch höher. Alle Arten von Möbelleder bleiben durch regelmäßige, gute Pflege länger erhalten und sind unempfindlicher. Von Verkäufern oder Herstellern wird selten drauf hingewiesen, dass die Schäden von Pflegemangel erst nach Ablauf der Gewährleistungs- und Garantiezeit auftreten. Aber bei einer guten Qualitätsauswahl des Möbelleders vom Fachhändler und einem guten Umgang sowie guter Pflege bleibt das Leder lange erhalten und behält seine schöne Optik.