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Leder-Lexikon
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Ledergeruch

Ledergeruch - die besondere Eigenart des Materials

Den typischen Ledergeruch findet man heutzutage nur noch selten. Das liegt an der Chromgerbung, bei der die Leder weniger geruchsintensiv sind. Früher wurde Leder mit pflanzlichen Stoffen geerbt, die diesen einzigartigen Geruch ausmachten. Mitunter sind heutzutage diese Stoffe, insbesondere Nitro-Moschusverbindungen, verboten. Gerade auch in der Automobilindustrie wird Wert auf einen möglichst schwachen Geruch gelegt. Durch eine Erhöhung der Temperaturen auf bis zu 70 Grad Celsius im Autoinnenraum wird geprüft, ob sich die Ledergerüche intensivieren. Allgemein kann man sagen, dass der Geruch sich aus Lederart, Herkunft, Färbung, diversen Rückfettungsmitteln und Gerb- und Konservierungsstoffen zusammensetzt. Aus diesem Grund ist es sehr schwer, den Geruch zu beeinflussen oder gar zu steuern. Lässt man aus geruchstechnischen Gründen ein Element weg oder ersetzt es mit einem anderen, so wird automatisch auch die Qualität des Leders beeinflusst.

Geruchsprobleme bei Neuledern

Insbesondere bei neuen Produkten und Ledern, wie Taschen, Jacken und Gürteln, kann es zu sehr unangenehmen Gerüchen kommen. Grund dafür können minderwertige Öle und Substanzen sein, die bei der Produktion eingesetzt werden. Bemerkt man solch einen starken Geruch, sollte man das Produkt sofort reklamieren oder zurückgeben. Zumeist kann bei Bekleidungsartikeln eine fachmännische Reinigung das Problem beheben, dabei werden die Fette durch Lösungsmittel komplett entfernt. Bei diesem Prozess kann aber auch das Leder qualitative Einbußen bekommen. Leder aus Nordafrika weisen manchmal einen intensiven Uringeruch auf, wobei das auf preiswerte und qualitativ minderwertige Ware zurückzuführen ist. Solche Mängel können in der Regel nicht behoben werden. Aus diesem Grund ist von einem Kauf abzuraten. Aufgefallen sind seit 2010 Fälle von Ledermöbeln und Ledern, die einen sehr unangenehmen chemischen, beißenden Geruch haben. Diese Produkte wurden aus Italien angeliefert und sind durch das Konservierungsmittel bedingt. Sollte der Geruch nach einigen Tagen nicht verfliesen, so gibt es rechtliche Möglichkeiten. Ein Gerichtsurteil (Beschluss des OLG Bamberg vom 07.08.2009, Aktenzeichen: 6 U 30/09) besagt, dass unangenehme und sehr starke Gerüche nicht zumutbar sind, auch wenn der Geruch an sich ungiftig ist.

Messung des Ledergeruches

Die Bewertung des Ledergeruches ist schwer durchführbar. Als Messinstrument kann nur die Nase dienen, die aber durch das persönliche Empfinden beeinflusst wird. Als gutes Indiz für die Bewertung eines Geruches sind dafür aber Mitmenschen, die eine etwaige Unzumutbarkeit bestätigen können.

Lagerungsgerüche

Lederprodukte können durch eine falsche Lagerung die Gerüche der Umgebung annehmen und dadurch an Qualität verlieren. Auch ist ein Schimmelbefall nicht undenkbar. Kauft man gebrauchte Möbel oder Waren, sollte man auf den Geruch und den Zustand achten.