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Leder-Lexikon
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Lackleder

Lackleder - das besonders empfindliche Leder

Lackleder ist ein Leder mit lackierter Oberfläche, welches zusätzlich mit einer glänzenden und glatten Folie überzogen ist. Das narbenfreie und glänzende Leder wird für Schuhe, gelegentlich für Bekleidung und Handtaschen verwendet. Wenn es um Accessoires wie Handtaschen, Geldbörsen oder Schuhe geht, die preislich nicht besonders hoch sind, dann wird hochglänzendes Kunstleder verwendet. Gerade wenn es um sehr hochwertige Lacklederprodukte geht, die täglich benutzt werden, sind die Gebrauchsspuren umso deutlicher als auf matten Oberflächen.

Knautschlackleder

Eine andere Art des Lackleders stellt das Knautschlackleder dar. Es ist ein Glattleder, dessen Oberfläche zwar hochglänzend und wie das normale Lackleder mit einer Folie bezogen ist, das aber „gekrispelt“ wurde. Dadurch werden Falten in das Leder gepresst. Diese Methode ist der Prägung ähnlich.

Reinigung und Pflege von Lackledern

Um Lackleder zu reinigen, bedarf es nur eines feuchten Tuches. Aufpassen muss man aber bei hellen Lackledern. Diese nehmen sehr leicht Farbstoffe auf und lassen sich dann nicht mehr reinigen. Ein weiteres Problem stellt der natürliche Zerfallsprozess dar. Lacklederprodukte fangen mit der Zeit an zu kleben. Dabei kann das Produkt nur mit einem Lederreiniger und Reinigungsbenzin gesäubert werden. Lackleder sollte man nicht mit Ölen oder Fetten reinigen, da sie dann umso mehr kleben. Die Lederschicht ist hinter der Folie verschlossen und bedarf so keiner speziellen Pflege.

Eine regelmäßige Pflege beugt Schäden vor

Zur Zeit seiner Erfindung um 1850 wurde Lackleder in erster Linie zur Fertigung von besonders luxuriösen Schuhen verwendet, die man nur zu besonderen Anlässen trug und die daher wenig strapaziert wurden. So entstanden nicht so schnell Gebrauchsspuren. Das hat sich heutzutage grundlegend geändert. Schuhe und Taschen aus diesem Material werden viel häufiger benutzt und unterliegen einem höheren Verschleiss. Knickstellen und Kratzer sind hier keine Seltenheit. Da diese die Optik der Produkte jedoch immens beeinträchtigen und den schönen Spiegeleffekt zerstören, sollte man sie natürlich möglichst vermeiden. So empfiehlt es sich beispielsweise, bei Nichtgebrauch von Lacklederschuhen Vollschuhspanner zu nutzen, um der Entstehung von Gehfalten entgegenzuwirken. Zudem ist es ratsam, sie nach jedem Tragen einer Pflegeprozedur zu unterziehen. Dabei reinigt man das Leder zuerst mit einem Weichen, leicht feuchten Baumwolltuch und entfernt Staub, Schmutz und Fingerabdrücke. Anschließend trägt man mit einem fusselfreien Schuhputztuch ein spezielles Pflegeprodukt für Lackleder (Vorsicht: hier gibt es große Qualitätsunterschiede!) auf die Oberfläche auf, verteilt es und poliert es anschließend einige Minuten ein. Um das Leder vor hässlichen Kratzern zu bewahren und die Brillanz des Materials zu erhalten, sollte man zum Abschluss noch eine schützende Wachsschicht auftragen.

Kleine Kratzer mit einfachen Mitteln entfernen

Bei häufigem Gebrauch von Lacklederprodukten lassen sich Kratzer meist nicht vollständig vermeiden. Starke Schädigungen sind irreparabel, aber kleinen Kratzern kann man mit einer speziellen Lacklederpflege und einem Weichen Tuch zu Leibe rücken. Die Kratzer können auch zu Lackabfärbungen auf der Oberfläche führen, sodass helle Streifen sichtbar werden. Diese können mit einem eigens dafür gedachtes Reinigungsbenzin behandelt werden, dass aber unbedingt vorher an einer verdeckten Stelle getestet werden sollte.