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Leder-Lexikon
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Konservierung durch Trocknung, Salzen oder Einfrieren

Konservierung durch Trocknung, Salzen und Einfrieren

Eine Haut, welche nicht direkt nach der Schlachtung verarbeitet werden kann, muss für die spätere Bearbeitung konserviert und eingelagert werden. Spezielle Verfahren wie die der Trocknung, Einfrierung oder des Salzens sind einige Beispiele. Sogar unter allgemein einwandfreien Bedingungen tritt nach schon zwei Stunden ein schädliches Bakterienwachstum ein und die Haut verwest. Das zerstört die Lederhaut und den Pelz, und macht ihn unbrauchbar. Die optimalen Temperaturen zur Zwischenlagerung liegen zwischen 4 und 7 Grad Celsius.

Kühlung

In Zentraleuropa hat sich diese Konservierungsmethode inzwischen für Häute durchgesetzt, die innerhalb ein oder zwei Tagen zu einer Gerberei transportiert werden können. Die vom Schlachhof kommende Haut wird in ein Transportsystem eingehängt dass die Haut in einen Kühlraum transportiert der eine konstante Temperatur von 0 – 2° Celsius aufweist. Die Häute sollen sich während des Abkühlens nicht berühren. Nach etwa 24 Stunden sind die Häute ausgekühlt und können zur Gerberei transportiert werden. Diese Methode ist mit die einfachste. Die Abgesehen von den Energiekosten für die Kühlung fallen keine weiteren Kosten an.

Einsalzen

Diese Methode ist weit aufwendiger, aber dennoch die gängigste. Anders als beim Kühlen wird Salz als Konservierungsmittel verwendet. Dieses muss genauestens auf der Haut verteilt werden, damit nicht vereinzelte Stellen verwesen und so das gesamte Stück wertlos wird. Besonders geeignet für diese Konservierungsmethode sind Kalb- und Rinderfelle, aber auch Ziegen-, Schafs- und Lammfelle. Weitere geeignete Felle sind die von Wildschweinen, Hirschen und weiteren Wildtieren wie Rehen oder Rentieren und Elchen. Durch das Salz wird dem Leder jegliche Feuchtigkeit entzogen und nimmt so den Bakterien die Basis für deren Wachstum. Zunächst werden die Tierhäute aufgespannt, dabei ist es wichtig, dass die Fleischseite nach oben zeigt. Die Haut wird dick mit Kochsalz eingerieben. Dabei fließt die vom Salz gebundene Flüssigkeit ab. Dieser Prozess dauert zwischen zwei und drei Tage. Eine Alternative zu diesem Vorgehen stellt das Einlegen in Kochsalzlösung dar. Hierbei wird das Lederstück einen Tag in die Lösung eingelegt und anschließend zum Abtropfen aufgehängt. Diese Häute sind nun mehrere Monate haltbar. Wichtig bei der darauffolgenden Aufbewahrung ist jedoch, dass sich keine nicht mit Salz konservierten Hautstellen berühren und aufeinander aufliegen. Ein weiterer Aspekt, der beachtet werden muss, ist dass die gesalzenen Häute vor Ratten oder Mäusen geschützt werden müssen um Nagestellen zu vermeiden. Bei feuchter Umgebung ist weiterhin der Schutz vor Insekten wichtig.

Trocknen

Das Trocknen stellt die älteste und mit die einfachste Konservierungsmethode dar. Trotzdem muss man auch hier einige Punkte beachten. Zunächst einmal wird die Haut an der freien, trockenen Luft aufgespannt, wichtig ist hierbei, dass jedes Stück von frischer Luft umströmt wird, dadurch wird einem Bakterienwachstum entgegengewirkt. Von direkter Sonneneinstrahlung oder Hitze, wie Heizkörpern wird abgeraten, da dies zu unwiderruflichen Schäden der Hautstruktur (Verleimung des Hautkollagens) führt. Auch sollten große Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen vermieden werden, diese bieten Bakterien eine gute Basis, das Leder verwest. Ideale Temperaturen für eine Trocknung des Leders liegen unter 30 Grad Celsius. Das getrocknete Leder ist in der Regel besonders hart.