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Leder-Lexikon
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Juchtenleder

Juchtenleder - das pflanzlich gegerbte Leder aus Russland

Unter dem Juchtenleder (vom Russischen „Jufti“: ein Paar) versteht man ein wasserdichtes lohgegerbtes Kalbs- oder Rindsleder, welches gefärbt und besonders weich ist. Es ist ein Leder in der Stärke 1,6- 3 mm. Den Ursprung hat es in Russland, wo es mit Weiden- und Birkenrinde gegerbt wurde und mit Birkenteeröl imprägniert wurde, durch diese Methode erhielt es seinen spezifischen rauchigen Geruch. Leder, die Pflanzlich gegerbt werden, weisen oftmals keine hohe Wasserfestigkeit auf. Durch das Birkenteeröl hingegen kann diese Wasserfestigkeit erreicht werden, ohne dass das Leder überfettet wird. Dabei bleiben die Wasserdampfdurchlässigkeit und die Leitfähigkeit des Leders erhalten. Im 18. Jahrhundert kam es auch nach Deutschland und wird hauptsächlich als Schuhobermaterial wie auch für Bucheinbände und Geldbörsen verwendet. Heutzutage werden auch andere pflanzlich gegerbte Lederarten wie Gerbungen mit Mimosa, Kastanie oder Tara, als Juchtenleder bezeichnet.

Juchtenleder zeichnet sich durch seine Robustheit, Langlebigkeit und Unempfindlichkeit aus. Deshalb wird es sehr oft für die Fertigung von Wander- und Arbeitsschuhen sowie Stiefeln verwendet, die auch bei größeren Strapazen lange halten und für niedrige Temperaturen geeignet sind. Die besondere Geschmeidigkeit des Leders bietet zudem einen hohen Tragekomfort. Um diese hervorragenden Eigenschaften zu erhalten ist eine regelmäßige und sorgfältige Lederpflege unerlässlich.

Juchtenleder richtig pflegen

Für die Pflege von Juchtenleder eignet sich am besten sogenanntes Juchtenfett, ein Lederfett mit besonders stark rückfettender Wirkung, das dafür sorgt, dass das Leder weich und geschmeidig bleibt. Aber Vorsicht - wird zu viel davon verwendet, können die Poren des Leders verstopfen, sodass die besondere Atmungsaktivität des Materials verloren geht. Weniger ist hier mehr. Bevor das Juchtenleder mit dem Fett behandelt wird, sollte es zunächst mit einer Bürste und etwas Wasser oder auch im trockenen Zustand von Schmutz und Staub befreit werden und danach vollständig Trocknen. Anschließend kann das Lederfett gleichmäßig aufgetragen werden und sollte dann circa eine halbe Stunde einwirken. Verbleibendes Fett kann einfach mit Hilfe eines Weichen Tuchs abgenommen werden. Nun noch mit einer geeigneten Bürste oder einem Poliertuch nachpolieren und schon ist das Juchtenleder wie neu.

Imprägnieren schützt vor Witterungseinflüssen

Um das Schuhe und Taschen aus Juchtenleder vor Regen, Schnee und anderen Wettereinflüssen zu schützen, kann das Material zusätzlich imprägniert werden. Hierfür eignet sich Lederwachs besonders gut. Die Vorgehensweise ist ähnlich der Lederpflege. Das Wachs wird sparsam aufgetragen und nach der Einwirkzeit wird überschüssiges Wachs mit einem Tuch entfernt. Anschließend muss das Leder gründlich nachpoliert werden, damit sich das Wachs verteilt und eine homogene Schutzschicht bildet, die Feuchtigkeit keine Chance zum Eindringen lässt.

Zudem ist es möglich, ein Spray zum Imprägnieren von Juchtenleder zu verwenden. Dieses sollte in einem gut belüfteten Raum aus einer Entfernung von 20-30 cm in ausreichender, aber nicht übermäßiger Menge auf das Material aufgesprüht werden. Im Anschluss muss das Leder gut Trocknen, bevor es wieder einsatzfähig ist.