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Leder-Lexikon
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Büffelleder

Büffelleder - Das robuste und starke Anilinleder

Büffelleder sind robuste und langlebige Leder und sie sind den offenen, grobporigen Anilinledern zuzuordnen. Anders als normales Rindsleder hat Büffelleder eine deutlich gröbere Porigkeit aufzuweisen. Büffelleder wird bevorzugt für Polstergarnituren verwendet. Aber auch für Acessoires wie beispielsweise Taschen ist Büffelleder sehr beliebt. Das hochwertige Büffelleder wird entweder von Sumpf- oder von Flussbüffeln gewonnen. Die in Asien gezüchteten Sumpfbüffel sind hauptsächlich Arbeitstiere und helfen bei der Bewirtschaftung von Reisfeldern. Die Flussbüffel hingegen sind Milch- und Fleischlieferanten und werden überwiegend in Europa und Nordamerika gezüchtet. Das Büffelleder zeichnet sich durch eine typische Narbenstruktur aus, in der die Haarkanäle gut sichtbar sind. Büffelleder bleicht mit der Zeit aus und erhält so seinen typischen Charakter.

Was zeichnet Büffelleder aus?

Büffelleder ist ein Rauleder und gehört zur Klasse der Wildleder. Optisch zeichnet es sich durch seine offenporige, natürliche Struktur aus, die darauf zurückzuführen ist, dass das Leder aus der obersten Hautschicht angefertigt und auf der Narbenseite geschliffen wird, die durch verschiedenste Verletzungen wie verheilte Narben, Insektenstiche, kahle oder verdickte Stellen etc. charakterisiert ist. Diese verleihen dem Büffelleder sein rustikales, natürliches Erscheinungsbild, das von echten Lederliebhabern, ebenso wie die angenehme, weiche und warme Haptik besonders geschätzt wird. Zudem ist das Leder sehr robust und widerstandsfähig und eignet sich daher für die Herstellung stark beanspruchter Alltagsgegenstände wie Taschen und Sitzmöbel. Wie alle Naturmaterialien hat Büffelleder jedoch auch einige Nachteile. So ist es z.B. eher selten und deshalb in der Anschaffung relativ teuer. Das hängt damit zusammen, dass die Tötung der Tiere nur in begrenztem Umfang erlaubt ist. Außerdem ist das Material sehr anfällig für Flecken, denn durch die Offenporigkeit können Flüssigkeiten eindringen und das Leder nachdunkeln lassen. Auch wird es mit der Zeit oft speckig und neigt zum Ausbleichen. Mit der richtigen Pflege kann man diesem Prozess jedoch entgegenwirken und sich lange Zeit an seinem Produkt aus Büffelleder erfreuen.

Büffelleder fachgerecht pflegen

Wie bereits erwähnt, dringen Flüssigkeiten sehr tief in die offenen Poren des Büffelleders ein und können dabei unschöne Flecken hinterlassen. Deshalb ist der richtige Schutz des Materials das A & O. Empfehlenswert ist die Behandlung mit einem Produkt zum Schutz von Anilinleder, um das Büffelleder vor dem Austrocknen und dem Ausbleichen durch Sonneneinstrahlung zu schützen. Anschließend sollte eine Imprägnierung zum Schutz vor Fleckenbildung durchgeführt werden. Im Normalfall sollte dies etwa 1-2 mal im Jahr geschehen, nach Möglichkeit nicht öfter, da sich sonst die Poren verschließen könnten. Aus demselben Grund dürfen auch auf keinen Fall Lederfette, Ledercremes oder andere fetthaltige Pflegeprodukte angewendet werden.

Falls einmal Flecken auf dem Büffelleder entstehen, z.B. durch Kaffee, Wein oder andere Flüssigkeiten, ist es wichtig, sofort zu handeln. Keinesfalls sollte man die Flecken verreiben, denn dadurch werden sie nur größer und die Flüssigkeit wird zusätzlich in das Leder hineingerieben. Stattdessen sollte man sie mit einem trockenen Tuch oder einem Stück Küchen- bzw. Löschpapier abtupfen. Im Anschluss kann man den Fleck mit einem Lederschleifpad oder speziellen Radierern weiter bearbeiten. Sollten die Flecken durch Fett oder Öl entstehen, können diese mit speziell für Büffelleder geeignetem Reinigungsbenzin oder mit einem fettlösenden Spray für Leder entfernt werden.