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DIY: Individuelle Lederkissen selber nähen

Kissen sind praktische und gemütliche Wohnaccessoires, die einer Einrichtung den letzten Schliff geben. Insbesondere Lederkissen strahlen eine natürliche und angenehme Wärme aus und verleihen so dem Raum einen ganz speziellen Charme. Man kann solche Kissen zwar kaufen, individueller wird es jedoch, wenn man sie selbst näht. Und das ist gar nicht so schwer, wie Sie im ersten Moment vielleicht vermuten. Der Vorteil ist, dass Sie sich genau das Kissen gestalten können, dass Sie sich vorstellen, ohne Abstriche beim Material oder Design machen zu müssen. Wir geben Ihnen hier einen Überblick, wie Sie am besten vorgehen.

Material und Werkzeuge:

  • Leder nach Wahl
  • ein Innenkissen (50 x 50 cm)
  • Garn
  • Ledernadeln für die Nähmaschine (Stärke abhängig von der Dicke des Leders)
  • Maßband
  • Schneidroller oder scharfe Schere

Schritt 1: Ein eigenes Design entwerfen

Bevor Sie loslegen, sollten Sie überlegen, wie Ihr Kissen aussehen und welchen Zweck es erfüllen soll. Hier sind die Möglichkeiten vielfältig. Neben klassischen quadratischen Kissen sind auch andere Formate wie rechteckige oder runde Modelle möglich. Auch das Material kann nach Belieben variiert werden. Wie wäre es beispielsweise mit einem Kissen, das zwei verschiedene Materialien wie Stoff und Leder oder Filz und Leder kombiniert? Nicht zuletzt ist es wichtig, ob das Kissen später als Sitz-, Sofa- oder Bodenkissen dienen soll und welche Verschlussart gewünscht ist. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag die Anleitung für ein quadratisches Kissen mit einfachem Hotelverschluss in der Größe 50 x 50 cm, die vor allem für Anfänger hervorragend geeignet ist.

Schritt 2: Das richtige Leder finden

Im zweiten Schritt gilt es, das passende Leder zu finden. Für Anfänger ist es ratsam ein geschmeidiges, weiches, nicht zu dickes Material zu wählen, dass sich gut nähen lässt. Natürlich spielen auch der gewünschte Einsatzzweck und der persönliche Geschmack eine entscheidende Rolle. Für ein Bodenkissen etwa muss das Leder auf jeden Fall robuster und widerstandsfähiger sein als für ein Sofakissen. Im SoftArt-Ledershop finden Sie für jeden Bedarf das richtige Leder. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern.

Schritt 3: Das Zuschneiden

Wenn Sie das ideale Leder gefunden haben, geht es ans Zuschneiden. Für ein Kissen mit Hotelverschluss werden drei Teile benötigt, ein großes für die Vorderseite, sowie zwei sich überlappende, kleinere Teile für die Rückseite. Die Größe der Vorderseite entspricht der des Inlets plus ca. 1-2 cm Nahtzugabe, also 51-52 cm. Die kleineren Teile sollten die gleiche Breite und eine Länge von etwa 44,5 cm haben. Vor dem Schneiden fertigen Sie sich am besten eine Schablone aus Papier an. Zum Zuschneiden von Leder ist ein Schneidroller empfehlenswert, eine scharfe Schere tut es aber auch.

Schritt 4: Säume umnähen

Um schöne Abschlusskanten auf der Verschlussseite zu erhalten, wird der Saum doppelt umgenäht. Dazu falten Sie die kleineren Teile längsseitig etwa 2,5 cm so um, dass die Außenseite nach vorn zeigt, fixieren sie und nähen sie mit der Maschine um. Danach falten Sie den Saum erneut um und nähen ihn fest. So entsteht ein schöner, doppelter Saum. Das Ganze wird am zweiten Rückteil wiederholt. Um dem Widerstand des Leders entgegenzuwirken, sollten Sie beim Nähen ein Stück Seidenpapier unterlegen, das Sie hinterher einfach abreißen können. Nähen Sie langsam und geduldig, damit die Nadeln nicht brechen, der Faden nicht reißt und die Maschine nicht beschädigt wird!

Schritt 5: Die Teile zusammennähen

Wenn die Teile fertig gesäumt sind, müssen Vor- und Rückseite noch aneinander genäht werden. Hier kann es ein wenig kompliziert werden, aber mit ein wenig Geduld ist nichts unmöglich! Zunächst werden die Teile übereinandergelegt, wobei die spätere Außenseite nach innen zeigt. Das Vorderteil liegt unten, die Rückseiten werden überlappend darauf platziert. Verwenden Sie bei Leder keine Stecknadeln zum Fixieren, denn diese hinterlassen unschöne Löcher im Leder. Besser sind Büroklammern oder Clips, die das Material nicht schädigen. Nun werden zunächst die Unterseiten aneinander genäht, bevor die Seiten geschlossen werden. Dort, wo Sie auf die Säume treffen, könnte es für die Maschine zu schwierig werden. Diese Stellen sollten dann von Hand genäht werden. Ledernähte müssen nicht versäubert werden, man kann sie einfach verkleben. Dafür gibt es speziellen Lederkleber, ein normaler Klebestift funktioniert aber ebenfalls. Jetzt muss das Kissen nur noch umgeklappt und das Inlay eingelegt werden. Fertig ist das neue, individuelle Einzelstück.

Variante: Geschlossenes Kissen

Noch einfacher ist es, ein geschlossenes Kissen herzustellen. Dafür werden zwei gleichgroße Teile zugeschnitten und rundherum bis auf ein kleines Stück von ca. 10 cm mit der schönen Seite nach innen zeigend an der Maschine miteinander vernäht. Anschließend wird die Hülle umgedreht und mit speziellen Schaumstofflocken oder einem anderen Füllstoff in der gewünschten Festigkeit gestopft. Nun muss nur noch die Öffnung mit Ledernadel und Zwirn von Hand im Matratzenstich verschlossen werden und das Kissen ist fertig.

Für Fortgeschrittene gibt es diverse Variationsmöglichkeiten. So können Sie z.B. einen Reißverschluss einnähen oder das Kissen mit raffinierten Lederapplikationen oder Maschinenstickereien verzieren.

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