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Leder-Lexikon
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Rindsleder

Rindsleder - Rinderrohhäute für die Lederherstellung

Das am weitesten verbreitete Leder ist das Rindsleder. Zur Herstellung von Schuhsohlen, Riemen, Sätteln, Möbel- oder Autopolster wird Rindsleder verarbeitet. Das Leder von Rindern ist sehr stabil und fest und daher vielfältig einsetzbar. Weltweit wird Rindfleisch sehr oft und häufig konsumiert, sodass der Herstellungspreis erschwinglich ist. Aus diesem Grund sind ausreichende Rinderrohhäute für die Lederherstellung vorhanden. Rindsleder werden unterteilt in unterschiedliche Lederarten von Rind, Kuh (Cowhide) und auch Stier (Steerhide). Die Unterschiede des Leders zwischen den verschiedenen Arten zeigen sich leicht durch den Griff und die Narbung. Die Flächengröße der Lederhaut vom Rind beträgt etwa fünf Quadratmeter. Zur Herstellung einer großen Couchgarnitur werden ungefähr 25 Quadratmeter Leder benötigt. Die nicht zu gebrauchenden Verschnittreste (Verschnitt) betragen zwischen 30% und 45% und liegen teilweise bei sehr großen Einzelflächen noch höher. Rindsleder hat eine Zugfestigkeit von 8 - 25 N/mm_ und eine Dichte der Rinderlederhaut von 0,4 und 0,9 g/cm_. Der Begriff Rindbox bezeichnet ein nur sehr leicht gefettetes, vollnarbiges zur Narbenseite verwendetes Rindsleder. Dieses Leder findet besonders bei Lederschuhen und Arbeitsschuhen aus Leder Verwendung. Rinderhäute und Kuhhäute der leichten Gewichtsklasse werden hauptsächlich zu Rindbox verarbeitet. Diese besondere Art von Leder wird nicht durchgefärbt und die ungefärbte Innenzone gilt daher als besonderes Qualitätsmerkmal. Der komplett durchneutralisierte Lederquerschnitt vermittelt außergewöhnliche Formstabilität und Narbenfestigkeit. Boxcalf, Calfbox, Boxkalb und Kalbbox sind alles Bezieichnungen für Kalbsleder. Dieses Leder hat oftmals eine flache Narbung und ist Vollnarbig und glatt. Teilweise kann es auch gekrispelt werden. Das Leder wird als Schuhoberleder für Damen- und Herrenschuhe sowie für Täschner- und Sattlerware verwendet. Die Stärke des Leders beträgt 0,7 – 1,5mm. Stark genarbte, chromgegerbte Rindsleder werden in der Fachsprache als Lamacalf bezeichnet. Diese werden besonders speziell gekrispelt. Krispeln ist ein mechanischer Produktionsschritt bei dem das nasse Leder über eine Kante geführt wird um die natürliche Stuktur zu betonen.