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Leder-Lexikon
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Pferdeleder

Pferdeleder – Hochwertiges und seltenes Leder

Heutzutage ist Pferdeleder (Cardovan-Leder) sehr selten. Früher dienten Pferde als Fortbewegungsmittel oder wurden zur Feldbestellung genutzt. Heute werden sie durch verschiedenste Fahrzeuge ersetzt. Dieser Umstand führte dazu, dass nicht mehr viele Pferdeleder in den Schlachthöfen anfallen. Pferdeleder werden in der Regel als Glattleder verarbeitet. Werden sie gebügelt, sind sie sehr weich und werden als Rossnappa bezeichnet. Es wird vorrangig für Schuhe und Jacken verwendet. Leder aus den Hinterflanken schwerer Kaltblutpferde ist am brauchbarsten. Das Leder ist dort besonders widerstandsfähig. Es ist sehr fettreich und ist deshalb wasserabweisend. Pferdeleder sind sehr teuer. Die Nachfrage nach dem Leder übersteigt das Angebot bei Weitem. Dies ist auch darin begründet, dass die Häute sehr selten sind, da Arbeitspferde ebenso selten geworden sind. Leder von Tieren aus der Zucht oder dem Sportbetrieb können die Leder der Arbeitstiere nicht ersetzen. Das Charakteristische dieses Leders ist der feine Glanz. Dieser wird durch das Glanzstoßen entwickelt. Durch die pflanzliche Gerbung ist die Produktionszeit sehr lang. Denn erst im Gerbprozess wird erkennbar, welche Hautstücke letztendlich wofür verwendet werden können. Rosschevreau ist eine nur noch selten zu findende Bezeichnung. Es handelt sich dabei um ein Leder vom Hals des Pferdes.

Produkte aus Pferdeleder und ihre Besonderheiten

Anders als bei Rindsleder wird Pferdeleder nicht mit der Narbenseite, sondern mit der Fleischseite nach außen verarbeitet. Dadurch weist es eine besonders hohe Dichte auf und erhält seinen besonderen Glanz. Auf den ersten Blick ist das nicht zu sehen, erst unter dem Mikroskop erkennt man die feine Struktur. Trotz seiner Stärke von 1,6 bis 1,8 Milli¬meter ist Pferdeleder sehr geschmeidig, dehnbar und sehr bequem beim Tragen. Daher sind Schuhe und Jacken aus diesem Material sehr begehrt. Aufgrund der Knappheit dieses Materials sind diese Produkte jedoch sehr hochpreisig. Das hängt auch damit zusammen, dass die Menge an Leder, die aus einem Pferd gewonnen werden kann, eher gering ist. So sagt man allgemein, dass ein Pferd ein Paar Schuhe liefert. Jacken aus Cordovan-Leder zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr schwer und steif sind. Sie haben eine äußerst glatte Oberfläche, die kein markantes Narbenbild aufweist. Werden die Jacken, die zumeist im Stil alter Fliegerjacken geschnitten sind, jedoch eine zeitlang getragen, werden sie weicher und geschmeidiger und entwickeln eine unverwechselbare Patina. Ganz selten findet man auch Möbel aus Pferdeleder.

Pferdeleder richtig pflegen

Bei der Pflege von Cordovan-Leder gibt es einiges zu beachten, denn sie unterscheidet sich wesentlich von der normalen Lederpflege. Auf keinen Fall sollte man es feucht abwischen, denn dadurch quillt die Faser auf, wodurch das Leder eine matte und raue Oberfläche bekommt. Dasselbe kann passieren, wenn man eine normale Lederpflege verwendet. Es gibt jedoch besondere Pflegemittel für diese Lederart, die dafür sorgen, dass der Glanz erhalten bleibt und das Leder nicht austrocknet. Man trägt sie am besten mit einem Weichen Tuch auf und reibt sie mit kreisförmigen Bewegungen und nur leichtem Druck in das Leder ein. Anschließend lässt man es bei Raumtemperatur trocken. Um den Glanz wieder zum Vorschein zu bringen, poliert man das Ganze dann noch einmal mit einem Weichen Lappen nach. Um ganz sicher zu gehen, sollte man das Pflegemittel zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.
Da Pferdeleder einen hohen natürlichen Fettanteil aufweist und zudem bei der Herstellung geölt wird, kann es zu sogenannten „Fettausblühungen“ kommen, die sowohl durch lange Lagerung als auch durch Temperaturunterschiede entstehen können. Diese bilden einen weißen Film, der oft fälschlicherweise für Schimmel gehalten wird. Man kann ihn jedoch leicht mit einer Weichen Bürste oder einem weichen Lappen wieder in das Leder hinein polieren.