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Leder-Lexikon
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Pelz

Pelz – Bekleidung von höchster Qualität

Als Pelz wird die verarbeitete Haut eines Tieres zu Kleidung und Accessoires bezeichnet. Dafür werden verschiedene Fellarten von Säugetieren verwendet, welche ein besonders dichtes, feines und kurzes Haar (mehr als 400 Haaren pro qm) besitzen wie zum Beispiel der Biberpelz, der Zobelpelz, der Chinchilla und der Nerzpelz. In der Textil- und Bekleidungsindustrie unterscheidet man stets Pelzmantel und Pelzkragen, deren Qualität von vielen Faktoren abhängt. Ein Tierfell kann so eine Dichte von 50 bis 400 Haaren pro Quadratzentimeter aufweisen. Pelztierarten, die ein ganz besonders strapazierfähiges und dichtes Fell haben, leben ganz oder zeitweilig im Wasser. Je kälter der Lebensraum ist in dem die Tiere leben, umso seidiger und dichter ist das Haar. Daher sind die Winterfelle oftmals qualitativ besser als die Sommerfelle. Des Weiteren sind die Felle von Kleinraubtieren viel zügiger und stabiler als die Felle von Pflanzenfressern. Das verwendetet Fell wird als „haararme Haut“ bezeichnet, sobald das Fell weniger als 50 Haare pro Quadratzentimeter vorweisen kann. Die Winterfelle von marderartigen Kleinraubtieren wie dem Nerz besitzen die höchste Pelzqualität. Aufgrund von verschiedenen äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Temperatur, Art der Gerbung, Luftfeuchtigkeit und Lichteinwirkung unterliegen die Tierfelle einer natürlichen Alterung. Die Tierfelle werden von Kürschner genannten Handwerkern zu Pelzbekleidung verarbeitet. Die Aufgaben des Kürschners bestehen aus Modellentwurf, Materialauswahl, Pflege und Reparatur von Pelzen. Die Kürschnerei ist in Deutschland seit 2004 ein zulassungsfreies Handwerk und ein anerkannter Ausbildungsberuf von drei Lehrjahren. Der Handel mit Pelzen und Tierfellen von Aussterben bedrohter Tierarten ist seit den 1970er Jahren durch das Artenschutzgesetz weltweit stark eingeschränkt und verboten worden. Aufgrund dessen lehnen viele Tierschützer den Handel und die Verwendung mit diesen Produkten strikt ab. Zur Pelzgewinnung werden am häufigsten der Fuchs, der Nerz, der Marderhund (oder auch „Finnraccoon“ genannt), das Nutria, der Iltis und der Chinchilla gehalten. Der Fuchs zählt in Finnland und der Nerz in Dänemark zu den am meist gehaltenen Pelztieren.