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Leder-Lexikon
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Hautschäden

Hautschäden - Welche Schäden gibt es? Wo sind die Unterschiede?

Hautschäden des Leders beeinträchtigen besonders die Qualität und können je nach Schwere und Prägnanz die Verwendbarkeit beeinflussen. Die betroffenen Stellen können teilweise nicht weiterverarbeitet werden und machen so eine komplette Ausnutzung der Haut nicht möglich. Generell unterscheidet man zwischen Intravital- bzw. Produzentenschäden und postmortalen Schäden. Intravital- bzw. Produzentenschäden sind Schäden, die haltungsbedingt während des Lebens des Tieres entstanden sind. Postmortale Schäden sind Schäden am Leder, die nach der Schlachtung entstanden sind. Solche Schäden sind oftmals erst bei der Weiterverarbeitung sichtbar. Wenn die Exkremente der Tiere zu lange auf der Haut kleben bleiben, dann führt dies zu einer Vergrößerung der Poren durch vermehrtes Schwitzen. Die Haut ist bei nicht stark ausgeprägten Dungstellen häufig noch verwendbar. Gabelstiche, Heckenrisse, Hornstöße und Operationsnarben sind Verletzungen der Haut, die je nach Verheilung deutliche Narben hinterlassen können. Hierbei hängt es von der Tiefe und Häufigkeit der Narben ab, ob die Haut noch verarbeitungsfähig ist. Bei Mastfalten handelt es sich um eine natürliche Besonderheit der Rinderhaut, die durch längere Bindegewebsfasern im Hals- und Bauchbereich entsteht. Dabei sind die Narben auffallender, beeinträchtigen die Qualität der Lederhaut aber nicht. Unter dem Sammelbegriff Dasselfliege versteht man etwa 100 Arten von Insekten, die Eier in die Haare der Tiere legen. Deren Maden nisten sich in Haut, Mund und Nase ein und dringen durch das Brust- und Lendenwirbelfettgewebe. In Mitteleuropa gibt es rund zehn Varianten der Dasselfliege (Oestrida), die Huftiere, insbesondere die Jungtiere, zu Beginn der Weidezeit befallen. Diese Maden verursachen punktartige Vernarbungen, die die Qualität des Leders stark vermindern. Solche Häute werden dann als Schusshaut bezeichnet. Ein weiterer Schaden kann bei der Enthäutung in Schachthöfen auftreten. In vielen Schlachthöfen findet die Enthäutung maschinell statt, wodurch vorhandene Narben reißen können (Narbenplatzer). Weitere Hautschäden können durch eine ungenaue oder mangelhafte Konservierung, diverse Hautparasiten oder Hautpilze auftreten.